Meal Prep fürs Büro: Asiatische Instant-Nudelsuppe

 

Jeden Abend bereite ich das Frühstück für den Naturkindergarten vom Gemüsekind vor und stelle für meinen Mann Frühstück und Mittagessen fürs Büro zusammen. Wen vergesse ich dabei gerne? Genau, mich. Das endet dann darin, dass ich entweder hungrig im Büro sitze oder mir eine Instant-Tassen-Mahlzeit zubereite. Die gibt's ja auch in Bio und vegan und sie schmecken auch nicht schlecht – aber sie sind mir auf Dauer zu teuer und Bauchgrummeln bekomme ich auch gerne mal davon...

 

Vor einiger Zeit schon las ich darüber, wie einfach es doch sei, sich seine eigene asiatische Instant-Nudelsuppe vorzubereiten – und das habe ich jetzt endlich getan! Und es hat so gut geschmeckt! Wenn ich jetzt noch beim nächsten Mal an meine liebste Sriracha-Soße denke, bin ich im Glück ;)

 

Für die Suppe werden eine Basis (z.B. Gemüsebrühe oder Miso-Paste), ungekochte Glasnudeln, frisches, fein geschnittenes Gemüse, Tofu, Kräuter und Ingwer übereinander geschichtet. Bis zum nächsten Mittag im Kühlschrank aufbewahren, dann mit kochendem Wasser übergießen. Ein paar Minuten warten bis die Nudeln weich sind, und fertig.

 

Der Inhalt des Glases kann je nachdem, was ihr Zuhause habt, variieren. Sehr gut schmecken bestimmt auch Erbsen und Edamame in der Suppe und ich werde sie auch mal mit Zoodles, also mit Zucchini-Nudeln, probieren.

 

Lasst es euch schmecken :)

 

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Rezept: Faultierbrötchen fürs Sonntagsfrühstück

 

Unter der Woche frühstücken das Gemüsekind und ich gemeinsam Müsli, während der Mann schon früh zur Arbeit fährt. Am Wochenende lieben wir es dafür umso mehr gemeinsam zu frühstücken – und Brötchen gehören da auf jeden Fall dazu. Im Sommer spazieren wir gerne auch mal zum Bäcker, doch spätestens wenn es kälter wird, hat da niemand mehr – außer dem Gemüsekind – Lust zu. Also backen wir die Brötchen eben selbst!

 

Da ich es natürlich immer vergesse am Vorabend Teig anzusetzen und morgens schon allen der Magen knurrt, muss es schnell gehen – deshalb lieben wir das Rezept der Faultierbrötchen von „Zu den Wurzeln".

 

Je nachdem, was gerade im Haus ist, schmecken die Brötchen jedes Mal anders. Gestern haben das Gemüsekind und ich Weizen- und Dinkelmehl verwendet und in den Teig kamen noch geschrotete Lein- und Chia-Samen. 35 Minuten backen, in der Zeit den Tisch decken, Obst und Gemüse aufschneiden, Kaffee und Kakao kochen und fertig ist das Familienfrühstück.

 

Das Gemüsekind backt sich übrigens immer ein Mini-Brötchen und ein „Croissant" aus dem Teig, das sieht dann aus wie ein Hörnchen.

 

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Rezept: Mini-Pancakes (zuckerfrei & vegan)

Das Gemüsekind und ich essen jeden Morgen Müsli oder Overnight Oats, aber im Winter habe ich da einfach nicht immer Lust drauf und möchte morgens gerne etwas Warmes essen. Als Alternative zu Hirse und Co. habe ich jetzt schon ein paar Mal morgens Pancakes gebacken – gesunde natürlich. Und das ging überraschend schnell. Und schmeckte uns beiden richtig gut!

 

Das Rezept ist ursprünglich aus „Vegan for Fit" von Atilla Hildmann (ja ja, das Buch war ein Geschenk ^^), ich habe es aber noch etwas weiter entwickelt und verzichte vor allem auf Zucker oder andere Süßungsmittel, denn wie ihr auf den Bildern sehen könnt, werden die Pancakes vom Gemüsekind sowieso noch süß genug ;) Auf meinen Pancakes ist übrigens Goldsirup.

 

Die Pancakes backe ich tatsächlich sehr klein und in einer kleinen Menge, um morgens nicht ewig am Herd zu stehen. Zu zweit hat jeder drei Stück, wobei wir meistens zwei essen und der übrige kommt dann in die Frühstücksbox – die Pancakes schmecken nämlich auch kalt, bestrichen mit Mandel- oder Erdnussmus, sehr lecker. Wir belegen sie zum Frühstück gerne mit Banane und Kiwi.

Dank dem Vollkornmehl, den Leinsamen und dem Amaranth stecken übrigens auch jeden Menge Proteine in dem Frühstück.

 

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Veganes Basenfasten

 

Im letzten Monat war ich viel unterwegs und habe mich deshalb nicht immer so gesund ernährt, wie ich es gerne hätte. Und jetzt, mit der kommenden Weihnachtszeit und all den Lebkuchen und Keksen, wird das auch nicht gerade leichter ;) Deshalb überlege ich, ob ich nicht mal wieder ein, zwei Wochen veganes Basenfaste einlege – denn ich merke jedes Mal, wie gut das meinem Körper tut. Das Ernährungskonzept ist sowieso keine große Umstellung für mich, sondern mehr eine Rückkehr zum gesunden, veganen essen.

 

Auf dem alten Blog hatte ich schon mal das Buch „Vegan Fasten" von Elisabeth Fischer vorgestellt und ich möchte heute noch mal meine Erfahrungen mit euch teilen. Wovon ich übrigens jedes Mal überrascht bin: Durch die Umstellung auf basenreicheres Essen bleibt die Lust auf Zucker einfach aus, ich habe gar kein Verlangen mehr nach Süßigkeiten.

 

Beim veganen Basenfasten wird eine ganz bewusste Auswahl der pflanzlichen Lebensmittel getroffen. Auf säurebildende Lebensmittel wird weitestgehend verzichtet, dafür werden viele basenreiche gegessen. Dazu gehören Gemüse, Kräuter, Früchte, Beeren, Kartoffeln und Trockenfrüchte. Schwach basenbildend sind (unverarbeitete) Sojaprodukte und Nüsse. Täglich gibt es drei Mahlzeiten und insgesamt nimmt man um die 900 kcal zu sich.

Durch diese Ernährung soll der Säuren-Basen-Haushalt wieder ins Gleichgewicht kommen, welcher wichtig fürs reibungslose funktionieren der Stoffwechselvorgänge ist. Ich habe mich in letzter Zeit oft körperlich unwohl gefühlt: müde, antriebslos, aufgebläht und hatte häufig Kopfschmerzen. Ich hatte das Gefühl, nicht mehr im Gleichgewicht zu sein und wollte etwas ändern. Das Basenfasten ist ein guter Beginn dafür, denn gerade wenn ich müde bin (was ich dank meinem Frühaufsteher-Kind und abendlichen Arbeiten am Laptop oft bin), neige ich dazu, zu viel zu essen, gerne süßes, quasi als Ausgleich. Hilft vielleicht kurz, bringt aber auf Dauer nichts – außer unnötige Kilos ;)

Die basenbildenen Lebensmitteln haben wenige Kalorien und hungern muss  niemand beim veganen Basenfasten. Ich habe aber festgestellt, dass ich mich erst daran gewöhnen muss, drei feste Mahlzeiten zu essen, ich lasse mich gerne beim Snacken vom immer-hungrigen Gemüsekind mitziehen.

In einer Woche soll man übrigens zwei bis vier Kilo abnehmen, aber das ist nicht mein Hauptziel. Mein Ziel ist es, mich wieder wohler zu fühlen und noch gesünder zu ernähren. Dass Zucker und Mehlprodukte vom Speiseplan gestrichen sind, damit habe ich schon etwas kämpfen, es geht doch nichts über selbst gebackenes Brot. Das werde ich mir auch nach dem veganen Basenfasten sicher nicht für immer verkneifen, aber die Basenrezepte in dem Buch sind wirklich so toll, dass ich sie auch weiterhin in unseren Speiseplan einbauen werde.

 

Beim ersten Basenfasten hatte ich in den ersten zwei Tagen mit Kopfschmerzen zu kämpfen, beim nächsten Mal hatte ich gar keine Probleme.

So sieht ein veganer Fastentag aus:
- Frühstück: Vollkorngetreide mit Früchten oder ein Smoothie
- Mittagessen: Gemüsegericht, 200 g Kartoffeln, Salat mit fettarmen Dressing oder eine große Portion Salat und Kartoffeln
- Abendessen: Suppe mit frischen Kräutern, am besten nicht später als 18:00


Mittag- und Abendessen können auch getauscht werden, das kann flexibel gestaltet werden, nur die Tageskalorienzufuhr sollte gleich bleiben. Gesüßt wird mit (Trocken-)Früchten, es kommen reichlich frische Kräuter statt Salz zum Einsatz, auf Kaffee und schwarzen Tee wird verzichtet (und natürlich auch auf Alkohol und Zigaretten).

Mindestens 2-3 Liter sollten am Tag getrunken werden, Wasser, Kräutertee und Zitronenwasser. So sollte auch kein Heißhunger aufkommen. Überraschenderweise hatte ich den ersten zwei Tagen tatsächlich keinen Heißhunger, aber ein leichtes Magenknurren begleitet mich schon.

Wer das vegane Bastenfasten ausprobieren möchte, schaut sich am besten bei Einfach Stephanie um und es gibt auch eine Facebook-Gruppe.

Und das kam bei mir beim Basenfasten zum Beispiel auf den Tisch:

 

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„Meine Lieblingsfarben sind alle Farben"

 

Mein Sohn trägt an manchen Tagen eine rosa Kappe und an anderen Tage eine grüne Kappe. Seine Haare sind lang und er möchte sie erst schneiden, wenn sie ihm bis zu den Füßen reichen. An heißen Sommertagen binde ich ihm morgens einen Pferdeschwanz und er steckt den Pony mit einer Haarspange zurück. Er liebt es sein Elsa-Kleid zu tragen und war im Disneyland als Eiskönigin verkleidet. Er spielt gerne Feuerwehrmann Sam, löscht Brände und rettet Tiere. Er verkleidet sich als Feuerwehrfrau Penny und spielt dabei mit seinen Autos. Er baut für seine Puppen ein Schwimmbad aus Duplo. Er reißt es mit seinen Lego-Baustellenfahrzeugen wieder ein. Er möchte mit mir in die Stadt gehen und nach Elsa-Schuhen suchen. Wenn er groß ist, möchte er Feuerwehrmann werden. Er hört Bibi und Tina auf Kassette und ich lese ihm Bob der Baumeister vor. Für ihn gibt es keine Mädchen- und Jungssachen, keine geschlechtsspezifischen Einteilungen oder Grenzen. Er darf genau so sein, wie er möchte – denn so ist er perfekt.

 

Die Kinder in seinem Kindergarten sagen, er darf nicht Elsa spielen und Zöpfe seien nur für Mädchen. Davon berichtet er mir völlig verwirrt: „Aber Mama, jeder darf doch einen Zopf haben. Und man darf doch spielen, was man möchte.“

 

Liebes Gemüsekind, bitte bleib so wie du bist und lass dir nicht von anderen einreden, dass mit dir etwas nicht stimmt oder du dich anpassen musst. Lebe dich aus. Sei ein Kind, sei unbeschwert und fröhlich. Und ob du dabei die rosafarbene oder die grüne Kappe trägst, ist doch völlig egal.

 

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Gemüsefamilie-Rückblick & Auf unserem Teller

 

Sonntagabend, meal prep für die kommende Woche: frisch gebackenes Brot aus Weizen-, Leinsamen- und Walnussmehl von Bio Planète und Grüne Soße. Für letzteres kaufe ich auf unserem Wochenmarkt gerne einen Bund Salatkräuter – mit wechselnden Kräutern. Heute schmeckt die Grüne Soße dank Zitronenmelisse zum Beispiel besonders frisch, aber auch der Dill, der in den letzten Wochen dabei war, hat gut gepasst.

 

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Liebster Nachmittagssnack: Belegte Äpfel

 

„Mama, kann ich bitte einen Apfelteller mit belegten Äpfeln haben?"

 

Diese Frage stellt mir das Gemüsekind fast täglich. Und natürlich habe ich nichts dagegen :)

 

Das Gemüsekind isst sowieso jeden Tag Obst und Äpfel natürlich auch einfach so, am Stück oder geschnitten, aber belegt sind sie einfach eine tolle Abwechslung und dank den Toppings ein leckerer und gesunder Snack.

 

Ich belege die Äpfel mit allem, was der Küchenschrank so her gibt. Manchmal gibt es noch einen Klecks Mandel-, Erdnuss- oder Sesammus zum Dippen dazu oder ich bestreiche die Äpfel vorher damit, so hält auch der Belag besonders gut.

 

Wie wäre es mit...

Haferflocken

Chia-Samen

Leinsamen

Rosinen

Qinoa- oder Amaranth-Pops

Sesam

Sonnenblumenkernen

Kürbiskernen

Schoko-Streuseln (nicht so gesund, aber sorgen für große Begeisterung)

Mandeln

Cashewkernen

Walnüssen

Kokosraspeln

....

 

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Buchtipps Vegan & Schwanger

 

Gleich zwei neue Bücher zum Thema vegan-vegetarische Schwangerschaft durfte ich lesen und beide möchte ich euch heute auf dem Blog vorstellen: „Vegan schwanger“ von Kriss Micus und „Veggie for Moms“ von Sarah Schocke.

 

(Beide Bücher habe ich zugeschickt bekommen; Geld, um darüber zu schreiben, bekomme ich aber nicht. Und schwanger bin ich übrigens auch nicht 😉)

 

 

„Vegan schwanger“ von Kriss Micus / mvg verlag

 

Kriss lebte schon vor der Schwangerschaft vegan und blieb es auch währenddessen. Über ihre Erlebnisse hat sie ein Buch geschrieben – mit vielen Anekdoten und persönlichen Erlebnissen. Deshalb ist „Vegan schwanger“ für mich auch kein klassischer Ratgeber, sondern mehr eine Art Tagebuch und Erlebnisbericht, gespickt mit Tipps, wie man selbst und das ungeborene Kind mit allen Nährstoffen versorgt wird. Dazu gibt es noch Tipps und Tricks für typische Schwangerschaftsprobleme wie Übelkeit, Müdigkeit und Co.

 

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12 von 12 im April

Heute gebe ich euch mal wieder einen kleinen Einblick in unseren Alltag – in Form von zwölf Bildern, denn heute ist schon wieder der zwölfte des Monats: Zeit für die 12 von 12!

 

 

#1 Morgendliche Aufregung: die Müllabfuhr kommt!

#2 Angekommen im Büro: Kaffee mit meiner Neuentdeckung Kokosblütenzucker und Kiwis

#3 Vormittags-Snack: ein halber Clif-Bar <3

 

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Rezept: Grüne Soße

Wenn es auf unserem Wochenmarkt die Päckchen mit den Kräutern für Grüne Soße gibt, dann weiß ich: der Frühling ist da. Bald ist Ostern und ab jetzt blüht die Natur auf. Von nun an habe ich immer Soja-Jogurt und Kräuter im Haus, denn die Grüne Soße schmeckt nicht nur mit Kartoffeln, sondern eignet sich auch prima als Dip für Rohkost. Und ist dabei so gesund. Nur dem Gemüsekind schmeckt sie leider auch dieses Jahr noch nicht... Für alle anderen gibt es hier mein Rezept :)

 

 

Zur traditionellen Frankfurter Grüne Soße gehören sieben Kräuter: Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch. Dazu gibt es Kartoffeln und hart gekochte Eier. Auf die Eier verzichten wir natürlich, aber ich vermisse sie auch nicht. Stattdessen gibt es bei uns manchmal Tofu-Würstchen dazu oder ich esse mittags eine Portion mit Rohkost.

 

Das Rezept für meine Grüne Soße kann ich kaum Rezept nennen, so einfach ist es ;) Aber das ist ja auch gut so, denn so lässt sich immer schnell eine Portion machen.

 

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Rezept: veganer Löwenzahnhonig

 

Am Wochenende habe ich gemeinsam mit dem Gemüsekind den ersten blühenden Löwenzahn entdeckt – und wir hatten denselben Gedanken: Löwenzahnhonig! Yeah!

 

Ein bisschen müssen wir uns wohl doch noch gedulden, denn um Honig daraus zu machen, brauchen wir mehr als nur einen Löwenzahn, eher einen ganzen Eimer voll. Aber da die Vorfreude so groß ist, teile ich jetzt schon mein Rezept vom letzten Jahr mit euch. Es ist wirklich nicht kompliziert und auch wenn man etwas Zeit braucht – ihr werdet sehen, es lohnt sich.

 

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Happy St. Patrick's Day mit grünen Pfannkuchen

Heute ist mein Lieblingsfeiertag – auch wenn ich ihn (leider) nicht mehr so ausgiebig feiere wie früher. Aber zumindest zum Abendessen gibt es jetzt etwas grünes: Spinatpfannkuchen. Das absolut wunderbare Rezept stammt übrigens von Glauce von All about vegan Food. Ich liebe Mengenangaben in Tassen – schön einfach und man kann je nach Hunger große oder kleine Tassen verwenden.

 

Zutaten
3/4 Tasse Kichererbsenmehl (kaufe ich im Reformhaus)
1/4 Tasse Mehl mit ca. 1 TL Backpulver gemischt
2 TL Hefeflocken
1/4 Tasse Sonnenblumenöl
1 Tasse Wasser
1 Prise Salz
2 Tassen frischer Spinat

Trockene Zutaten mit Öl und Wasser in den Mixer geben und gut verrühren. Spinat waschen, dazu geben und noch mal gut mixen bis ein glatter Teig entstanden ist. In einer Pfanne von beiden Seiten anbraten. Im Ofen warmhalten bis alle Pfannkuchen gebraten sind.

Ich streue gerne noch Leinsamen, Sesam oder Chia-Samen beim Braten auf die Pfannkuchen. Die können natürlich auch vorher schon in den Teig; bei Chia-Samen sollte er aber direkt weiter verarbeitet werden, da sie aufquellen.

Wir essen am liebsten Guacamole und Rote-Bete Aufstrich zu den Pfannkuchen oder gebratene Pilze in einer veganen Sahne-Soße. Happy St. Patrick's Day!

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12 von 12 im März

Heute ist der 12. des Monats – deshalb gibt es einen kleinen Einblick in unseren Alltag in Form von zwölf Bildern. Viel Spaß!

 

#1 & #2

Das Gemüsekind hat heute bis 6:45 geschlafen – und ist selbst völlig erstaunt darüber, im Hellen aufzuwachen. Ausgehungert von dieser Meisterleistung isst N. erst Mal ein „Doppeldecker“ Knäckebrot mit Marmelade, bestehend aus vier Scheiben Knäcke. Währenddessen backen wir gemeinsam Brötchen fürs Frühstück – genauer gesagt Faultierbrötchen, aus ca. 400 g Dinkelmehl, 100g Leinsamenmehl und vielen Leinsamen.

 

 

#3 & #4

Das Gemüsekind hat sich ein Brötchen in der Form eines Huhnes gebacken (mehr oder weniger) und nach dem Frühstück schaut es mit dem Papa einen Mickey Mouse-Weihnachtsfilm, passend zum Frühlingswetter ;)

 

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Rezepte: 5 x Bärlauch

 

Gestern gab es auf dem Wochenmarkt den ersten Bärlauch zu kaufen – und der wanderte natürlich gleich in meinen Einkaufskorb. Heute morgen sah ich dann zufällig auf Instagram ein Rezept von Herrn Grün: Bärlauch-Aufstrich mit weißen Bohnen. Das musste ich sofort ausprobieren.

 

Außerdem habe ich noch ein paar Rezepte für alle Bärlauch-Fans unter euch. Wie wäre es mit Bärlauch-Dinkel-Brot und Bärlauch-Kräuterbutter? Oder Bärlauch-Sahne-Soße? Natürlich alles vegan.

 

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Buchtipp: „Vegane Eltern, junges Gemüse“

 

Bis das „Handbuch für den veganen Familienalltag“ veröffentlicht wurde, hat es etwas gedauert, denn wie das so ist im Leben, kommt immer etwas dazwischen – im Falle der Autoren Corinna Matzke und Jonas Engelmann zum Beispiel ein zweites Kind. Aber: das Warten hat sich gelohnt.

 

„Vegane Eltern – junges Gemüse“ gibt Tipps für den Alltag mit veganen Kindern und spricht dabei alle relevanten Themen an: wie reagieren, wenn die Kinder unbedingt Käse essen wollen, es Konflikte mit den Großeltern gibt, die Kita kein veganes Essen anbietet und Zirkusausflüge plant, der Kinderarzt misstrauisch ist und Geburtstagsfeiern anstehen. Dazwischen gibt es immer wieder Interviews mit Bloggern, veganen Eltern, Ernährungs- und Erziehungsexperten. Ein Interview mit mir findet ihr übrigens auch im Buch, vielen Dank dafür!

 

(Artikel aus dem Archiv, zuerst erschienen 2016, jetzt wieder aktualisiert online)

 

Die ersten zwei Teile des Buches drehen sich um das Vermitteln der veganen Lebensweise und den Familienalltag. Im dritten Teil des Buches geht es dann um die vegane Schwangerschaft, Stillzeit und den Nährstoffbedarf von Kindern. Was mir durchgehend positiv auffällt, ist die undogmatische Einstellung der beiden Autoren. Wir sprechen hier eben über Kinder, die ihren eigenen Kopf haben, die Welt entdecken wollen und denen das Essen Spaß machen soll. Wir haben viel Spaß beim Essen, beim Entdecken neuer Lebensmittel und beim gemeinsamen Zubereiten. Statt Druck und Zwang sollte der Veganismus lieber positiv vorgelebt werden, finden auch die Autoren.

„Wenn euer Kind sich aus freien Stücken gegen eine vegane Ernährung entscheidet, so müsst ihr diese Entscheidung akzeptieren. Zwang und Druck wird es nicht dazu bringen, seine Entscheidung rückgängig zu machen. Toleranz sollte Teil eures Erziehungsmodells sein, und gerade eure Kinder haben Toleranz verdient. Das heißt nicht, dass ihr nun zuhause wieder Käse oder gar Wurst auffahren müsst – ganz im Gegenteil: gerade jetzt ist es umso wichtiger, an eurem Lebensstil ganz selbstverständlich festzuhalten, konsequent euer veganes Leben weiterzuführen, authentisch zu bleiben, aber dem Kind die Freiheit zu lassen, anderswo eigene Entscheidungen zu treffen und an ihnen festzuhalten. [...] Sicher sein könnt ihr euch: Allein durch eure Vorbildfunktion und die Selbstverständlichkeit, mit der Veganismus bei euch gelebt wird, entwickelt euer Kind eine Sensibilität für das Thema und wird sein Leben lang den Konsum von Fleisch und anderen tierischen Produkten nicht selbstverständlich finden. Damit ist schon viel gewonnen, mehr als die meisten jemals als Input mit auf den Weg bekommen haben.“ (S.24-25)

 

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Mittagessen im Naturkindergarten

 

Der Naturkindergarten ist ein großes Glück für uns – nicht nur, weil das Gemüsekind dort einfach so sein darf, wie es ist und sich in der Natur wunderbar entwickeln kann, auch weil dort akzeptiert wird, dass wir N. vegan ernähren. Und mehr noch: fürs Gemüsekind gibt es sogar veganes Essen.

 

Das Frühstück bereiten wir Eltern selbst für unsere Kinder zu und eine der (wenigen) Regeln beim Essen im Naturkindergarten ist, dass nichts getauscht wird. Für uns ist das natürlich praktisch, aber auch ohne diese Regel würde das Gemüsekind vermutlich nicht freiwillig sein Essen teilen oder tauschen ;)

 

Bei der Eingewöhnung letzten Sommer war ich einige Tag lang immer dabei und konnte mir so selbst ein Bild vom Mittagessen machen: ein Cafè/Restaurantbesitzer aus unserer Stadt ist der Caterer und kocht jeden Tag frisches Bio-Essen für die Kinder, immer vegetarisch.

 

Zunächst habe ich mich kaum getraut zu fragen, ob es fürs Gemüsekind veganes Essen geben könnte – schließlich ist das schon ein größerer Aufwand, und das für nur ein Kind – und hatte schon überlegt, wie wir mit der Situation umgehen. Bei den ersten gemeinsamen Mittagessen hat mich die Gruppendynamik sehr überrascht, die auch das Gemüsekind gleich mitgerissen hat: plötzlich probierte N. Kartoffeln und ihm schmeckten Nudeln mit Tomatensoße, bislang verschmähte Lebensmittel und Gerichte. Deshalb fiel für mich eigenes Essen mitbringen als Option gleich weg, das gemeinsame Essen wollte ich ihm nicht nehmen.

 

Schnell hat sich dann aber sowieso ergeben, dass der Caterer gar kein Problem damit hat, fürs Gemüsekind eine Extraportion zu kochen. So gibt es jetzt einfach oft zwei Soßen für die Nudeln, von denen eine vegan ist, die anderen Kinder aber auch mitessen dürfen. Andere Gerichte wie Rahm-Spinat oder Bratlinge bereitet er zusätzlich in einer pflanzlichen Variante zu. Und beim Nachtisch gibt es fürs Gemüsekind auch mal einen Soja-Joghurt oder Soja-Frucht-Quark – wobei das Gemüsekind auch manchmal den unveganen Nachtisch mitisst: Schokopudding kann N. nicht widerstehen. 


Aber das ist auch in Ordnung für mich, er weiß, dass er das darf und er erzählt es mir auch immer, dann können wir drüber reden. Das ist mir wichtig: ich möchte, dass N. bewusst ist, was er isst, wo es herkommt und dass ihm Essen auch einfach Spaß macht. (Dazu habe ich auch kürzlich gebloggt: „Ich will aber ein Ei.")

 

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Ich will aber ein Ei.

 

Das Gemüsekind ist gerade vier Jahre alt geworden und weiß mittlerweile schon sehr gut, was wir essen und was nicht. Pflanzenmilch ist für ihn „richtige“ Milch, bevor er veganen Aufschnitt isst, fragt er nach, ob er auch ohne Fleisch ist und er weiß schon genau, welche Gummibärchen ohne Gelatine sind.

 

Aber man merkt, dass ihn das Thema sehr beschäftigt. Er spielt gerne mit seiner Holzküche und ich werde oft ausgiebig bekocht. In letzter Zeit gibt es immer wieder Eis und Kuchen mit Milch oder sogar Nudeln mit Holztieren – die anderen veganen Gerichte oder Sorten sind leider ausverkauft und ich soll es dann trotzdem essen.

 

(Artikel aus dem Archiv, zuerst erschienen 2016, jetzt wieder aktualisiert online)

 

So gut N. es mit mir zusammen im Alltag gelingt sich rein pflanzlich zu ernähren (weil sowieso nichts anderes da ist und es mehr als genug gibt, was ihm schmeckt), so schwer fällt es ihm manchmal, wenn wir unterwegs sind. Auch wenn ich z.B. bei Geburtstagen eine Alternative mitbringe – der Kuchen, den die anderen Kinder essen, schmeckt im Zweifel natürlich immer besser, da brauche ich auch nicht mit „aber da sind doch Eier drin“ kommen. Er ist eben vier Jahre alt und wenn er etwas Süßes will, dann will er etwas Süßes – Lust auf Diskussionen und vernüftig sein, hat er da nicht.

 

Für mich ist das dann übrigens auch okay: ich schaffe gerne Situationen, in denen möglichst viel veganes Essen angeboten wird, aber wenn das Gemüsekind dann unbedingt das möchte, was die anderen Kinder auch essen, akzeptiere ich es auch und lasse ihn. Zudem kann es auch schnell dazu führen, dass er sich ausgeschlossen fühlt. In unserem Waldkindergarten zum Beispiel bringen die Kinder an ihrem Geburtstag für alle eine Kleinigkeit wie einen Muffin mit. Den die anderen Mütter natürlich mit Eiern und Milch backen, ich kann ja schlecht von ihnen verlangen nur für meinen Sohn vegan zu backen. N. wäre dann der einzige, der nichts abhaben könnte, wenn ich es ihm verbieten würde. Ich denke nicht, dass er das in diesem Moment des gemütlichen Geburtstagsfrühstücks verstehen würde.

 

Vor ein paar Wochen hat eine Mutter für N. extra vegane Gummibärchen mitgebracht, weil der Geburtstagskuchen nicht vegan war. Im Endeffekt hat das Gemüsekind dann beides gegessen – die veganen Gummibärchen und ein Stück vom Kuchen ;)

Fleisch ist für mich eine Grenze ist, die ich nicht überschreiten möchte. Es ist zwar noch nie vorgekommen, dass das Gemüsekind den Wunsch geäußert hat welches zu probieren, aber ich würde ihn wohl auch nicht lassen. Meiner Meinung nach kann er die Bedeutung Fleisch zu essen – ein Tier musste dafür sein Leben lassen – noch nicht ermessen. Und ja, ich zwinge ihm dabei meine Ansicht keine Tiere zu essen auf – das würde ich doch aber anders herum genauso tun. Dann würde ich ihm vermitteln, dass es in Ordnung ist Lebewesen zu töten und zu essen. So oder so entscheidet man doch bis zu einem gewissen Alter für sein Kind.

Aber, ich schweife ab. Eigentlich wollte ich davon erzählen, dass das Gemüsekind seit Wochen darüber redet, dass es ein Ei essen möchte. Es fing damit an, dass es die bunt gefärbten Eier beim Bäcker so toll fand. Die wollte ich aber natürlich auf keinen Fall kaufen; würde ich vermutlich auch nicht, wenn wir nicht vegan leben würden. Wer weiß, wie die Hühner gehalten wurden und wie lange die Eier da schon liegen.

 

Jedenfalls haben wir in der letzten Zeit viel über Eier gesprochen und ich habe N. immer gesagt, dass es doch viel schöner wäre, wenn die Hühner ihre Eier ausbrüten könnten und dann Küken schlüpfen würden. „Trotzdem“, bekam ich immer zu Antwort, „Ich will aber trotzdem ein Ei essen“.

 

Also habe ich mit meinem Mann darüber gesprochen und wir haben auf dem Bauernhof zwei Eier gekauft, die die beiden dann zusammen zubereiten wollten, wenn ich beim Sport wäre. Ich kann den Geruch von Eiern nicht mehr ausstehen. Mein Mann isst manchmal noch Eier, selten aber pur, eher in verarbeiteter Form, in Teig, Süßwaren usw. Die Eier vom Hofgut Oberfeld sind nichts, was ich für uns gut heiße, aber immerhin weiß ich, wie die Hühner dort gehalten werden, dass sie draußen sind und dass männliche Küken nicht gleich sterben müssen, sondern an andere Höfe weitergegeben werden (wo sie natürlich aber auch irgendwann geschlachtet werden...).

Ich fand es gut, dass N. überhaupt mal erfährt, wie echte Eier aussehen, eines halten kann und sieht, dass es ein Eigelb und Eiweiß gibt. Für uns ist das ja nichts besonderes, wir wissen das, aber er ist ja tatsächlich noch nie in Berührung mit Eiern gekommen. Im Prinzip finde ich das ja auch gut, nachdem wir jetzt aber so lange drüber gesprochen haben und er den Wunsch weiter geäußert hat, habe ich mich dafür entschieden.

 

Ich war also beim Sport, der Mann und N. haben ein hartgekochtes Ei und ein Spiegelei zubereitet. Das Aufschlagen vom Ei fand N. wohl sehr faszinierend, davon hat er mir noch lange erzählt. Als die Eier dann aber fertig waren, hat N. sich fast geschämt, er hat sich unwohl gefühlt und wollte auch nicht probieren. Auch wenn ich nicht dabei war, so lag es bestimmt auch an mir: N. weiß natürlich, dass ich es nicht gut finde Eier zu essen und dass ich eigentlich nicht dafür bin, das hat ihn bestimmt beeinflusst. Aber natürlich kann ich bei so etwas wichtigem auch nicht neutral bleiben, es gibt ja gute Gründe keine Eier zu essen und die möchte ich natürlich nicht verschweigen (auch wenn ich sie einem kleinen Kind niemals in all ihrer Grausamkeit zumuten würde). Ich möchte meinem Sohn die Werte und Moralvorstellungen vermitteln und mitgeben, die ich für wichtig halte und Mitgefühl mit allen Lebewesen, Menschen wie Tieren, gehört dazu.

Wie war denn das, als du mit dem Papa Eier gemacht hast, habe ich das Gemüsekind vorhin gefragt. „Das ist schon ein paar Monate her. Die haben mir nicht so gut geschmeckt. Ich will nie wieder Eier essen.“
(Es ist natürlich nicht schon ein paar Monate her und er hat ja gar nicht probiert, aber er hat sich so ausgedrückt und das so für sich zusammen gefasst.)

Mich würde wirklich sehr interessieren, wie ihr das seht: würdet ihr eure Kinder Eier oder Milch, Käse, Honig oder sogar Fleisch probieren lassen, auch wenn ihr es selbst nicht esst, weil ihr euch vegan oder vegetarisch ernährt? Hättet ihr anders als ich gehandelt? Dürfen kleine Ausnahmen sein oder lebt ihr immer streng vegan? Hinterlasst mir doch gerne einen Kommentar :)

 

Nachtrag Februar 2017: Das Gemüsekind hat seit dem nicht mehr den Wunsch geäußert, Eier zu essen. Im Waldkindergarten gab es mal beim Mittagessen Eier (da war ich zufällig dabei) und das Gemüsekind wollte auch unbedingt eins. „Ich esse doch manchmal Eier“, meinte es. Also hat N. ein Stück bekommen – und etwas probiert, geschmeckt hat es ihm aber nicht. „Der Papa und ich essen manchmal Eier“, erzählt er jetzt. „Nur du nicht Mama, du isst nie Eier.“

 

Für mich ist es ganz wichtig in unserem veganen Alltag authentisch zu sein und das Gemüsekind auch eigene Entscheidungen treffen zu lassen, ihm aber zu erklären, was es bedeutet, wenn er sich zB auf dem Geburtstag für den unveganen Kuchen entscheidet. Das ist dann eine Ausnahme und das ist dem Gemüsekind auch klar. Ich lebe ihm das Vegan sein vor und bin sehr glücklich darüber, dass wir in einer Zeit leben, in der eine pflanzliche Ernährung nichts mehr mit Verzicht zu tun hat, das macht es fürs Gemüsekind viel leichter. Denn, das ist mir auch wichig: Essen soll Spaß machen.

 

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Mein Tag auf der Biofach 2017 – essen, laufen, reden

 

Gestern bin ich mit Kolleginnen aus der PR-Agentur nach Nürnberg gefahren und wir haben einen Tag auf der Biofach verbracht. Die Biofach ist die „Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel“, bei sich über 2000 nationale sowie internationale Aussteller präsentieren. Auch wenn ich höchstens die Hälfte der Aussteller besuchen konnte, habe ich einige interessante neue Produkte entdeckt und probiert, viele Gespräche geführt und konnte einiges mit Nachhause zum Testen nehmen. Was mich begeistert hat, könnt ihr jetzt hier lesen.

 

Das Eis auf dem Bild oben ist übrigens von Ice Date, einer veganen Bio-Eismanufaktur aus München. Ihr Eis besteht aus Datteln, Früchten und Cashews – das wars. Und das schmeckt so gut, dass ich richtig traurig bin, so weit entfernt von München zu wohnen.

 

Verkauft werden auf der Biofach übrigens keine Produkte, die Hersteller haben aber Unmengen zum Probieren dabei. Zudem gibt es PR-Samples, die verteilt werden. Manche verschenken viel, andere geben nur an wichtige Kunden, Blogger und Co. Produkte raus. Also, keines der Produkte, die ich euch heute hier zeige, habe ich bezahlt, ich bekomme aber auch kein Geld dafür, über sie zu schreiben und habe nur mitgenommen, was ich tatsächlich interessant finde.

 

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12 von 12 im Februar

Eigentlich wollten wir an diesem Wochenende Freunde treffen, schwimmen gehen und ich habe mich gefreut, endlich nicht mehr krank zu sein - zack, erwischt es das Gemüsekind: Fieber. 

Aber da heute der 12. des Monats ist, gibt es einen kleinen Einblick in unseren Alltag in Form von zwölf Bildern. 

 

Unser Vormittag bestand aus kuscheln im Bett, einem Frühstück mit viel Kaffee (für mich) und Vitaminen (für alle), sortieren von Playmobil, iPad schauen und schlafen auf dem Sofa (fürs Gemüsekind).

 

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Das Gemüsekind wird vier!

 

Vor ein paar Tagen erschien bei einer deutschen Boulevardzeitung ein Video, in dem gezeigt wurde, dass vegane Kinder nicht nur auf Fleisch und Fisch, sondern auch auf Kuchen zum Geburtstag verzichten müssen. Und da es leider nicht möglich ist, rein pflanzlich zu backen, gab es bei uns zum vierten Geburtstag des Gemüsekinds nur trockenes Brot.

 

Natürlich nicht!

 

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Gemüsefamilie-Wochenrückblick & Linktipps

 

Heute gibt es mal wieder ein paar Einblicke in unseren Alltag – und Lesetipps. Ich neige nämlich dazu, mir endlos viele Blogposts zu speichern, finde dann aber nicht die Zeit sie zu lesen. Die nehme ich mir jetzt aber, und was wirklich lesenswert ist, teile ich mit euch :)

 

Da ich ja selbst recht aktiv auf Instagram bin, hat mich die Überschrift sofort bekommen: „Ich habe eine Woche lang wie ein Instagrammer gelebt.“ Das Gefühl, dass bei den anderen Familien immer alles super ist, kennen wir doch alle, oder? Die Kinder sehen ebenso strahlend-schön und durchgestylt aus wie ihre Mütter, die Kinderzimmer sind natürlich aufgeräumt, die Küche blitzblank und am Nachmittag gibt es immer wunderschöne Obst-Mandalas.

 

Bei uns gab es heute Nachmittag auch Obst – allerdings gab es später auch noch Gummibärchen und Schokolade. Ach ja, wo wir gerade bei Zucker sind: Frida hat heute diesen Artikel vom letzten Jahr geteilt, von Unerzogen leben: „Gebt den Kindern Zucker! So lässt du deine Angst vor Süßigkeiten los“ Wir handhaben das Thema auch sehr frei, denn das Gemüsekind hat zwar schon mal Lust auf Süßes, vergisst aber an vielen Tagen auch, dass es überhaupt Süßigkeiten hat. Die Weihnachtssüßigkeiten zum Beispiel, wurden einmal angebissen und dann für immer vergessen. Und N. isst so gesund, da mache ich mir über die paar Gummibärchen und den einen echt Keks keine Gedanken, die erlaube ich lieber, anstatt das wir uns deswegen streiten.

 

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Gemüsefamilie-Wochenrückblick

 

In der letzten Zeit erzähle ich viel aus unserem Alltag auf Instagram oder teile Links und Lesetipps über Facebook, dafür ist es auf dem Blog ruhiger geworden. Damit das nicht so bleibt, habe ich mir vorgenommen, in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen am Ende der Woche hier noch ein bisschen was aus unserem Alltag mit euch zu teilen :)

 

Los geht's mit dem Rezept für veganen Mozzarella, den es bei uns an Silvester zum Raclette gab. Ob er genauso wie Mozzarella schmeckt, kann ich nicht so sagen, aber schmeckt der denn überhaupt nach irgendwas? Die Konsistenz des veganen Käses war wirklich klasse, ich würde ihn aber mehr als Käse-Sauce sehen. Wir haben am nächsten Tag einen Auflauf damit überbacken, das war auch gut und auch aufs Brot könnte ich ihn mir gut vorstellen. Zudem kommt das Rezept mit wenigen Zutaten aus und geht echt schnell.

 

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Oh du schönes Weihnachten

Dieses Weihnachtsfest war wirklich wunderschön - kein Stress, keine Hektik, leckeres Essen und ganz viel gemeinsame Zeit mit unseren Verwandten. Dazu noch ein paar ausgewählte Geschenke fürs Gemüsekind - perfekt!
Die letzten Jahre war es deutlich anstrengender - wir waren entweder krank oder das Gemüsekind war verletzt, so dass wir in die Notaufnahme mussten. 

Dieses Jahr habe ich an Heiligabend nicht mal meinen Seitan-Braten gemacht, sondern einen Alnatura-Gutschein genutzt, um uns leckere Würstchen von Wheaty, Rotkraut und Klöße zu kaufen. Die freie Zeit haben wir genutzt und zu dritt den Nachmittag verbracht. Beste Entscheidung. 

Das Gemüsekind war dieses Jahr so aufgeregt wie noch nie wegen seiner Geschenke - und auch etwas verwirrt: gebracht wurden sie vom Weihnachtsmann, vom Christkind und vom Nikolaus ;) 

Mir hat vor allem die Zeit mit unseren lieben Verwandten gut gefallen, auch wenn wir viel unterwegs waren. Hier noch ein paar Eindrücke der drei Tage - und schaut die nächste Zeit mal bei meiner Schwiegermutter Herdskasper vorbei - da findet ihr bald das Rezept für die gefüllten Rote Beete. 
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Naturkindergarten – ein großes Glück für uns

 

Ein Jahr lang besuchte das Gemüsekind die Kleinkindgruppe im Naturkindergarten (3x die Woche für 3 1/2 Stunden mit abwechselnder Elternbegleitung), seit Mitte August ist er nun täglich bei den Großen. Und das ist so ein Glück für uns!

 

(Archiv / erschienen zuerst auf Gemüsebaby im September 2016, jetzt wieder online)

 

Hätten wir nicht vor einem Jahr den Platz bekommen, würde ich N. wahrscheinlich immer noch Zuhause betreuen. Nach einer missglückten Krippeneingewöhnung habe ich meinen festen Job gekündigt und von da an frei als Online-Journalistin gearbeitet. Kita und Frühbetreuung passte weder zu meinem Sohn noch zu mir. N. fiel es – vor allem früher – sehr schwer in Räumen mit Kindern zu bleiben, vielleicht wegen der Lautstärke. Es zog ihn immer schon nach draußen. Auch auf Spielplätzen waren wir immer diejenigen, die abseits spielten, in den Büschen und Bäumen drum herum.

Der Wald gibt meinem Sohn das, was er braucht: Weite und Freiheit, aber in einem geschützten Rahmen. Es gibt einen festen Waldplatz, zu dem sie täglich gehen, doch die Kinder können sehr selbstbestimmt entscheiden, was sie spielen wollen. N. erzählt auf der einen Seite stolz, dass alle Kinder seine Freunde sind, auf der anderen Seite spielt er aber auch gerne alleine. Und das ist kein Problem, der Waldplatz ist groß genug für alle Bedürfnisse.

Der Wald bietet ihm auch Ruhe und Bedachtheit, im Wechsel mit Wildheit. Ruhe beim Beobachten von Insekten oder beim Lauschen der Vogelgesänge. Wildheit beim Toben, Singen und Spielen. Da kann es auch mal laut zu gehen – das stört meinen Sohn in der Weite des Waldes nicht. Oft legt er sich zwischen drin einfach mal auf den Boden oder auf einen Baumstamm, um sich auszuruhen und neue Kräfte zu sammeln.

Im Wald gibt es aber auch Regeln – die für die Kinder verständlich und nicht willkürlich sind. Mit Werkzeugen darf nicht herum gelaufen und mit Stöcken nicht gehauen werden, beim Frühstück fangen alle gemeinsam an und beim Mittagessen wird gewartet, bis alle fertig sind. Es gibt einen Morgenkreis und bestimmte Haltepunkte auf dem Weg durch den Wald. Der Tag ist strukturiert und das gibt meinem Sohn Sicherheit.

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Feigen-Paranuss-Berge

 

Nur noch ein paar Tage bis Weihnachten und ich bin dabei, die letzten Geschenke zu basteln und zu backen – wie diese leckeren und sehr saftigen Paranuss-Feigen-Berge.

Ich kann leider nicht genau sagen, woher das Original-Rezept stammt – aber wenn es jemand kennt, gerne verlinken.
Mein Rezept ist auf einem kopierten, teils handgeschriebenem Zettel von einer Freundin meiner Mutter ;)

 

Die Kekse sind perfekt für die schnelle Weihnachtsbäckerei und lassen sich auch gut ein paar Tage aufheben, dabei werden sie sogar eher saftiger. Ich habe sie gestern für die Erzieher im Naturkindergarten gebacken.

 

Statt der Feigen könnte man auch getrocknete Datteln oder Aprikosen verwenden. Da ich keine Mandeln Zuhause hatte, habe ich einfach Hasel- und Walnüsse genommen.

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Kartoffelsuppe mit schwarzem Winter-Rettich

 

Freitags sind das Gemüsekind und ich immer auf dem Wochenmarkt – und N. ist ein fleißiger Helfer, der mir nicht nur meinen Chai-Latte mit Hafermilch bringt, während ich noch beim Obst- und Gemüsestand anstehe, sondern auch gerne neue Gemüsesorten zum Probieren aussucht. Letzte Woche fiel die Wahl auf Schwarzen Winter-Rettich.

 

Der Winter-Rettich soll viel Vitamin C enthalten und schärfer als der weiße Rettich sein, weshalb er oft gekocht gegessen wird. Wir haben ihn mit Kartoffeln als Suppe zubereitet, scharf hat sie gar nicht geschmeckt – aber sehr lecker!

 

Um die Suppe noch etwas aufzupeppen, habe ich mich vom Blumenkohl-Salat aus „Bayrische Küche vegan“ inspirieren lassen. Das Buch stelle ich euch bei Gelegenheit auch noch mal näher vor, es sind tolle Rezepte drin.

 

Zutaten (für 3-4 gute Portionen)

 

Für die Suppe

5 mittelgroße Kartoffeln

einen runden schwarzen Winter-Rettich

1 Zwiebel

2 Knoblauchzehen

ca. 3 Tassen Gemüsebrühe

Olivenöl

zum Würzen: Hefefocken, Salz, Pfeffer, Muskatnuss

 

Für den Blumenkohl

1 rote Zwiebel

2 Knoblauchzehen

Olivenöl

Salz, Pfeffer

 

In einer Pfanne Zwiebel und Knoblauch anbraten. Blumenkohl waschen und in Stücke schneiden. Mit der gedünsteten Zwiebel und dem Knoblauch vermengen, noch einen Schluck Olivenöl dazu und ca. 20 Minuten bei 180°C im vorgeheizten Ofen garen.

 

Kartoffeln und Rettich schälen und klein würfeln. In einem Topf zusammen mit Zwiebel und Knoblauch andünsten. Mit Gemüsebrühe ablöschen, Hitze reduzieren und weich kochen. Nehmt so viel Gemüsebrühe, wie ihr später Suppe möchtet – wenn es zu flüssig wird, kann man sie ja immer noch etwas einkochen bzw. dickt Kartoffel auch etwas nach.

 

Wenn die Kartoffeln und der Rettich weich sind, alles pürieren und würzen. Wir haben die Suppe zusammen mit dem Blumenkohl gegessen und noch Räuchertofu und Frühlingszwiebeln darüber gestreut.

 

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Veganes Lebkuchenhaus

Heute haben wir den Nachmittag bei Freunden aus dem Naturkindergarten verbracht und zusammen Lebkuchenhäuser gebacken. Das habe ich schon seit meiner Kindheit nicht mehr getan – aber es hat so viel Spaß gemacht und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Und schmecken. Denn ich liebe ja Lebkuchen und ärgere mich jedes Jahr um die Weihnachtszeit, dass es in den Supermärkten so wenig vegane Sorten gibt. Aber jetzt, wo ich dieses wunderbare Rezept bei Chefkoch entdeckt habe, brauche ich mich nicht mehr zu ärgern, sondern werde mir jetzt einfach selbst welche backen.

 

 

Damit die einzelnen Teile des Häuschens zusammen halten, habe ich sehr dicken Zuckerguss aus Puderzucker und Wasser angerührt und ihn sehr großzügig verteilt. Das Gemüsekind hat anschließend mit Gummibärchen und Streuseln dekoriert und aus dem restlichen Lebkuchenteig haben wir Plätzchen ausgestochen. Nachmachen sehr empfohlen :)

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Veganes Weihnachtsmenü

 

Egal wie experimentierfreudig ich das Jahr über bin – zu Weihnachten gehöre ich zu den Menschen, die gerne jedes das gleich essen. Sogar als wir für ein halbes Jahr in Südafrika waren, gab es bei uns an Heiligabend Seitan-Braten, Rotkohl und Klöße.

 

Vorspeisen gibt es bei uns fast nie; Salate essen wir einfach dazu und nach einer Suppe fühle ich mich schnell schon so satt. Gut vorstellen könnte ich mir zB Orangen-Fenchel-Salat, Bohnen-Walnuss-Cranberry-Salat, Tomaten-Salat mit Granatapfel oder auch Rote Bete Carpaccio mit Birnen und Walnüssen.

 

 

Hauptgang: Seitan-Braten
Originalrezept von Hab Hunger Muss Essen

 

Zutaten
•    1 Tasse Gluten
•    1 EL Mehl
•    3 EL Haferflocken
•    1 TL Salz
•    1/2 TL Pfeffer
•    1/2 TL Muskatnuss
•    1/2 TL Piment
•    1 Prise Zucker
•    1/2 TL Rauchsalz
•    1 Tasse Gemüsebrühe
•    2 EL Pflanzenöl
•    1 EL Zitronensaft
•    1 EL Tomatenmark
•    75 g Brokkoli
•    2 saure Gurken
•    1/2 kleine Zwiebel
•    4 TL Senf
•    Salz
•    Pfeffer

Gluten mit Mehl, Haferflocken und den Gewürzen in einer Schüssel vermischen. Die Gemüsebrühe mit Öl,  Zitronensaft und Tomatenmark verrühren und beide Mischungen anschließend vermischen und zu einem Teig verkneten.

Brokkoli, saure Gurken und Zwiebeln in kleine Würfel schneiden, mit dem Senf vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Den Seitan mit den Händen zu einem Rechteck ausbreiten. Nicht ganz leicht, da er sich immer wieder zusammenzieht, aber irgendwann klappt es und dann heißt es so schnell wie möglich die Füllung darauf verteilen. Mit der kürzeren Seite zusammenrollen, sodass man einen gerollten Braten erhält.

Im ursprünglichen Rezept wird der Braten nun in Alufolie gerollt, in einen Gefrierbeutel oder Bratschlauch gepackt, um dann in einem Topf mit Wasser 2 Stunden bei geringer bis mittlerer Hitze zu köcheln. Habe ich bislang auch so gemacht, aber da Alufolie ja nicht besonders gesund ist, möchte ich ihn dieses Jahr in ein Geschirrhandtuch wickeln und zubinden. Wer das schon mal ausprobiert hat, kann gerne davon berichten! Vielleicht könnte man ihn alternativ auch im Ofen backen?

Den Braten nach dem Kochen in kaltem Wasser abkühlen lassen und dann aus dem Gefrierbeutel und der Alufolie befreien. Von allen Seiten scharf anbraten. Generell sollte der Seitan durch das Kochen innen schon „durch“ sein. Falls nicht, einfach noch mal in den Ofen packen und garen.

Den Braten am Ende in Scheiben schneiden und servieren. Dazu gibt es bei uns Klöße und Rotkraut.

 

Nachspeise

 

Wer nach dem Braten keine Lust mehr auf Küchen-Action hat, für den ist die Schoko-Mousse perfekt. Wer noch motiviert ist, probiert die veganen Schokoküsse aus.

 

Zutaten Schoko-Mousse

2 Päckchen Soyatoo Reis-, Soja- oder Kokos-Schlagsahne
220 g Schokolade
ca. 4 EL Zucker (je nach Geschmack)
2 Messerspitzen Vanille (oder alternativ etwas Vanillezucker)
2 Prisen Salz
2 Päckchen Sahnesteif

Die Schokolade hacken und im Wasserbad schmelzen. Die Sahne mit dem Zucker, Salz, Sahnesteif und der Vanille aufschlagen. Die etwas abgekühlte Schokolade dazugeben und noch etwas aufschlagen. Vor dem Servieren kalt stellen, gerne auch über Nacht. Schon fertig!

 

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Vegane Ausstechplätzchen

 

Dieses Rezept für Ausstechplätzchen ist seit Jahren mein liebstes und wir backen es jedes Jahr wieder. Das Gemüsekind liebt es die Förmchen auszusuchen, den Teig auszurollen und die Plätzchen nach dem Backen zu verzieren. Das praktische an dem Teig ist übrigens auch, dass er vor dem Ausrollen nicht im Kühlschrank ruhen muss – perfekt für ungeduldige Bäcker ;)

Anmerkungen zum Rezept: Wer keinen Reis-Vanille Drink im Haus hat, nimmt einfach eine andere Pflanzenmilch, ich mag den leichten Vanillegeschmack einfach gerne. Zucker kann je nach Geschmack und Alter der Kinder reduziert werden.

Zutaten
300 g Mehl
120 g Zucker
130 g Margarine
70 ml Reis-Vanille Drink

 

Zum Verzieren
Saft einer ausgepressten Zitrone
Puderzucker
bunte Zuckerstreusel

Zucker mit der weichen Margarine schaumig schlagen. Nach und nach Pflanzenmilch und Mehl dazugeben und mit den Händen zu einem Teig verkneten.

 

Auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und Kekse ausstechen.

 

Im Ofen bei 160°C Umluft 10 bis 15 Minuten backen, nicht zu dunkel werden lassen.

 

Abkühlen lassen und Zitronensaft (und/oder Wasser) mit Puderzucker verrühren. Kekse damit bestreichen und mit bunten Zuckerstreuseln bestreuen.

 

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Vegan und schwanger – kein Problem!

 

Wer sich vegan ernährt und schwanger wird ist oft unsicher: Was ist für die Entwicklung des Fötus jetzt das Beste? Kann ich meinem Baby durch die vegane Ernährung schaden? Was wird mein Umfeld sagen, wenn ich auch schwanger vegan bleibe?

 

Für Mamour habe ich meine Erfahrungen aufgeschrieben.

 

Ich erinnere mich noch gut daran: Ich sitze auf dem Badewannenrad und starre auf die beide roten Striche auf dem Schwangerschaftstest. Mir fehlen die Worte, um meinen Mann zu rufen. „Oh“, sage ich einfach laut, um auf mich aufmerksam zu machen.

Im folgenden Freudentaumel und der Aufregung habe ich mir erst mal keine Gedanken um meine Ernährung gemacht. Ich lebe schon seit Jahren vegan. Es jetzt zu ändern, nur weil ich schwanger war, kam mir nie in den Sinn. Dazu muss ich sagen: Ich habe großes Glück, denn für meine Freunde und meine Familie ist meine pflanzliche Ernährung kaum ein Thema und ich musste keine Kämpfe mit Verwandten ausfechten, die sich um mich oder das ungeborene Kind sorgten.
Vegan und schwanger: Die Frage ist nicht, ob es geht, sondern wie es geht

Klar, in der Schwangerschaft benötigt der Körper mehr Nährstoffe. Anke HeleneAber wer sich schon vorher gesund und ausgewogen ernährt hat, kann genau so weitermachen – mit besonderem Augenmerk auf Proteine und einige wichtige Nährstoffe wie Eisen, Folsäure oder Vitamin B12, von denen der Körper jetzt mehr braucht.

Sich schon vor der Schwangerschaft gesund zu ernähren ist auch wichtig, da gerade am Anfang viele Frauen oft noch gar nicht wissen, dass sie ein Kind erwarten – ich war zum Beispiel ganz zu Beginn noch auf einem Festival, stand in der ersten Reihe auf Konzerten und wurde gegen die Wellenbrecher geschleudert. Nie im Leben hätte ich meinem Körper das zugemutet, hätte ich gewusst, dass ich schwanger bin.

Der Fötus wird über die Nabelschnur mit Nahrung versorgt, deshalb ist eine ausreichende Versorgung der Mutter mit Nährstoffen so wichtig. Das Wälzen von Ernährungsratgebern und Essensplänen hat mich in der Schwangerschaft manchmal ganz schön gestresst: Wie sollte ich es nur schaffen, so viel zu essen, wenn mir doch eigentlich so gar nicht nach Essen war?

In den ersten Wochen hatte ich ausgerechnet eine ausgeprägte Phase mit Heißhunger auf Taco-Chips. Es heißt ja immer, man solle auf seinen Körper hören und dass das Baby einem schon sage, was es braucht… Zum Glück kamen später noch Avocado, Vollkornbrot mit Erdnussbutter und Marmelade sowie veganes Sushi als Gelüste hinzu. Mein geliebtes Müsli mit Joghurt und Früchten, dass ich auch heute wieder jeden Morgen esse, ging dafür plötzlich gar nicht mehr.
Grüne Smoothies, hochwertige Öle, volle Eisen-Power

Wer unsicher ist oder sich noch nicht lange vegan ernährt, für den ist in der Schwangerschaft eine Ernährungsberaterin eine gute Wahl. Wichtig ist vor allem, sich abwechslungsreich zu ernähren: Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen, Obst und Gemüse sollten der Schwerpunkt sein. Trockenfrüchte und Nüsse sind gute Snacks für unterwegs und Grüne Smoothies ein idealer Start in den Tag. So kannst du mehr Rohkost essen, als du es sonst schaffen würdest und nimmst nebenbei noch eine Extraportion Vitamine, Mineralien und Spurenelemente wie Kalzium, Zink und Folsäure zu dir. Das Tolle an Smoothies ist, dass deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt sind und du immer wieder neue Kombinationen erfinden kannst.

Hochwertige Öle sollten auch auf dem Speiseplan stehen. Leinöl zum Beispiel ist ein guter Lieferant für Alpha-Linolsäure. Es gibt mittlerweile auch extra mildes Leinöl, ich konnte den bitteren Geschmack des Öls während der Schwangerschaft nämlich nicht ausstehen. Auch Walnuss- und Sojaöl sind empfehlenswert, da sie ein ausgewogenes Verhältnis an Omega 3- und Omega 6- Fettsäuren haben. Der Eisenbedarf ist in der Schwangerschaft erhöht, aber auch mit pflanzlichen Eisenlieferanten wie Vollkorngetreide und Hülsenfrüchten – am besten gemischt mit Vitamin C-reichen Lebensmitteln, die die Aufnahme verbessern – sollte das kein Problem sein.

Ich esse sehr gerne rohe Rote Beete, ganz fein geschnitten und mit Mandelstückchen bestreut oder als Salat mit Quinoa – volle Eisenpower. Folsäure ist vor allem zu Beginn der Schwangerschaft sehr wichtig und wer hier unsicher ist, ob er ausreichend damit versorgt ist (gute Quellen sind Gemüse, unter anderem grünes Blattgemüse und Kohl, Vollgetreide und Hülsenfrüchte), kann Tabletten nehmen, um die Versorgung zu steigern.

Von meiner Frauenärztin habe ich während der Schwangerschaft allerlei Vitamintabletten bekommen. Die meisten waren wahrscheinlich sowieso nicht vegan, deshalb habe ich lieber Vitamin B12 und Vitamin D (ich war über den Winter schwanger) einzeln supplementiert. Vitamin B12 spielt eine wichtige Rolle in der Zellteilung, in der Bildung roter Blutkörperchen und übernimmt bedeutsame Funktionen im Nervensystem. In einer rein pflanzlichen Ernährung kommt es nicht ausreichend vor und sollte deshalb auf jeden Fall supplementiert werden. Ausführliche Informationen und Dosierungsempfehlungen findet man z.B. bei Tofufamily.

Natürlich war ich auch manchmal unsicher, ob mein Baby und ich ausreichend versorgt sind, aber die Vorsorgeuntersuchungen bei der Frauenärztin haben mich immer beruhigt: Bei den drei großen Untersuchungen wird ja auch Blut abgenommen und meine Werte waren immer super. Zusätzlich habe ich auch von meiner Hausärztin ein großes Blutbild erstellen lassen.
Schlagfertig auf Vorwürfe reagieren

Vielleicht hätte ich mehr über meine vegane Schwangerschaft diskutieren müssen, wenn es mehr Leute gewusst hätten – schließlich läuft man nicht mit einem Schild um den Hals herum auf dem steht „Ich bin schwanger und vegan!“. Ich musste mich eigentlich nur einmal rechtfertigen, als mir eine Medizinstudentin vorwarf, ich würde die Gesundheit meines ungeborenen Kindes aufs Spiel setzen. Da hilft es eine passende Antwort parat zu haben, auch um fundiert auf die gängigen Fragen wie „Und was ist mit Eisen/Calcium/etc.?“ reagieren zu können. Antworten findet man im Netz beim Vebu, bei Tofufamily oder bei Peta sowie in Büchern wie dem Ratgeber Vegetarische Ernährung.

Die American Dietetic Association (seit 2012 Academy of Nutrition and Dietetics, A.N.D.) ist die weltweit größte Vereinigung von Ernährungswissenschaftlern und sagt in ihrem Positionspapier von 2009:

„Eine gut geplante vegane und andere Formen der vegetarischen Ernährung sind für alle Phasen des Lebenszyklus geeignet, einschließlich Schwangerschaft, Stillzeit, frühe und spätere Kindheit und Adoleszenz.“

Online vernetzen und austauschen gibt Sicherheit

Nichts hilft mehr als Freunde, die einem den Rücken stärken oder andere Schwangere und Mütter, mit denen man sich austauschen kann. Leider hat aber nicht jeder vegane und gerade auch noch schwangere Frauen in seinem Umkreis. Doch zum Glück gibt es den Online-Clan! Der Begriff wurde von Susanne Mirau geprägt und ich finde, er passt hier sehr gut: Eltern brauchen andere Eltern, mit denen sie sich austauschen können. Finden wir keine in unserem Umfeld, können wir uns online mit ihnen vernetzen. So hatte ich auch nicht das Gefühl, die einzige zu sein, die sich in ihrer Schwangerschaft pflanzlich ernährt, konnte mich austauschen und habe viele Tipps bekommen.

Ich finde, vegan zu leben sollte Spaß machen und nicht zum Zwang werden, auch nicht in der Schwangerschaft. Ich ernähre mich aus ethischen, moralischen und ökologischen Gründen rein pflanzlich. Ich möchte nicht, dass Tiere für mich leiden und sterben müssen.

Während meiner Schwangerschaft hatte ich nie das Bedürfnis nach Fleisch, Milch oder Eiern – aber ich hatte soo Lust auf Schokolade! Nicht auf vegane, obwohl es mittlerweile tolle Sorten gibt, sondern auf Milchschokolade. Ich gebe es nicht gerne zu, aber ich habe dem manchmal nachgegeben. So manche Veganer, die ich kenne, werden das wohl verurteilen, aber so ist es eben. Ich bin auch nur ein Mensch, bei dem in der Schwangerschaft die Hormone verrückt gespielt haben.

 

-> Ich berichte nur von meinen Erfahrungen, wer unsicher ist, spricht bitte mit einem Ernährungsberater oder seinem Arzt. Ich finde, dass eine vegane Schwangerschaft problemlos möglich ist – wenn man sich informiert und bewusst ernährt.

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Blut abnehmen beim Kleinkind

 

Vor einer guten Woche waren wir zur U-Untersuchung beim Kinderarzt und haben dabei auch beim Gemüsekind Blut abnehmen lassen. Ich habe immer mal wieder darüber nachgedacht, die Entscheidung es tatsächlich zu tun, habe ich mir aber nicht leicht gemacht. Denn es war mir schon vorher klar, dass es nicht so angenehm für N. werden wird...


Unser Kinderarzt weiß natürlich, dass wir uns vegan ernähren. Er akzeptiert es, ist aber nicht besonders angetan davon. Er ist Schularzt einer Waldorfschule und unserem Ernährungskonzept deshalb vermutlich schon etwas aufgeschlossener als es ein normaler Kinderarzt wäre. Ich habe ihm schon des Öfteren gefragt, ob er Blut abnehmen sinnvoll findet. Seine Antwort: so lange ich mir keine Sorgen mache und sich mein Sohn gut entwickelt, müssen wir das auch nicht machen. Irgendwie habe ich mir aber trotzdem Sorgen gemacht – wir supplemtieren B12 und (mehr oder weniger regelmäßig) Vitamin D, aber was ist, wenn er das gar nicht speichert? Gerade ein B12 Mangel kann ernsthafte gesundheitliche Schäden verursachen.

Am Tag vor der Blutabnahme habe ich dem Gemüsekind erzählt, dass sich der Arzt morgen sein Blut anschauen wird. Ich habe es begeistert erzählt, als sei es etwas spaßiges und spannendes, aber dem Gemüsekind war es trotzdem suspekt ;)

 

1 1/2 Stunden vorher habe ich auf seiner Hand (die Stelle hatten wir im Vorfeld zum Blutabnehmen vereinbart, bei Kindern liegen die Venen ja gerne mal unter einer Speckschicht) EMLA Creme aufgetragen, sie soll die Stelle lokal betäuben. Darüber ein Pflaster – das war schon fast zu viel für N., er hasst Pflaster. Als es dann beim Kinderarzt so weit war und N. die Nadel gesehen hat, geriet er natürlich in Panik. Ich musste ihn festhalten – und das hasst er noch mehr als Pflaster.

Das Blut tropfte erst langsam und so dauerte das Ganze ein bisschen. Ich ließ ihn dann schließlich los, er hielt still, auch wenn er dabei protestierte und forderte, dass der Arzt aufhören soll. Wir haben die Bluttropfen gezählt und ich blieb (erstaunlich) ruhig, um das Gemüsekind nicht noch mehr aufzuregen. Danach weinte er ein bisschen, aber als er dann einen Luftballon geschenkt bekam, war alles schon fast wieder gut.

Am nächsten Nachmittag schon hatten wir das Ergebnis: alles gut – sogar mehr als gut! Super B12-Werte, Vitamin D auch gut und einen hervorragenden Eisen/Ferritin Wert. Der laut Kinderarzt weit über dem liegt, was er sonst von Kindern kennt. „Und das haben sie alles nur mit pflanzlicher Ernährung geschafft“, fragte er mich am Telefon. Ja. Langes Stillen und eine ausgewogene und abwechslungsreiche pflanzliche Ernährung.

Würde ich rückblickend wieder Blut abnehmen lassen? Ja.

 

Es tut mir zwar leid, dass es kein schönes Erlebnis fürs Gemüsekind war, aber es war mir einfach wichtig. Fast drei Jahre schon lebt er vegan und ich möchte einfach sichergehen, dass er gut mit allem versorgt ist. Das gilt übrigens nicht nur, weil wir uns pflanzlich ernähren – auch omnivor lebenden Kindern würde ich eine Blutuntersuchung empfehlen. Ich kenne Kinder, die eigentlich Fleisch und Milchprodukte essen, sich aber doch nur von Nudeln und Keksen ernähren. Eine einseitige Ernährung oder gar eine Mangelernährung muss nicht unbedingt etwas mit veganer Ernährung zu haben. Ich würde sogar sagen, dass Kinder, die sich vegan ernähren oft viel abwechslungsreicher essen, einfach weil sich ihre Eltern mehr Gedanken um ihre Ernährung machen.

-> sehr ausführlicher Artikel von Tofufamily zum Thema Blutwerte, mit vielen Tipps, auf was man achten sollte und welche Werte wichtig sind.

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Mac'n'Cheese und noch mehr Mac & Cheese

Es gibt unzählige Rezepte für vegane mac ‘n’ cheese, dem Klassiker aus den USA, und endlich habe ich auch mal eins getestet – und bin begeistert. Wird es bei uns jetzt öfter geben.

 

Ich habe noch etwas Hefeflocken dazu und statt Knoblauchpulver einfach eine Knoblauchzehe mitpüriert. Salz und Pfeffer fehlen meiner Meinung noch im Rezept, wegen dem Gemüsekind haben wir dann einfach auf dem Teller nachgewürzt.
Durch die Kartoffeln ist die Soße übrigens sehr sättigend. Vom Geschmack her ist sie natürlich etwas gemüsig – aber richtig gut. Ein Wohlfühlessen für kalte Tage.

Blumenkohl-Mac'n'Cheese

Eine andere Soße die wir gerne essen ist aus Blumenkohl und erinnert mich auch an Makkaroni mit Käse. Die Soße ist schnell zubereitet, hat wenig Kalorien (eher interessant für die Eltern als für die Kinder) und eignet sich gut als Resteverwertung von Blumenkohl.

Zutaten
1 Tasse Blumenkohl, gekocht oder dampfgegart
1/4 Tasse Cashewnüsse, ungesalzen
1 EL Hefeflocken
3/4 Tasse Wasser oder Kochwasser; Menge ja nach gewünschter Konsistenz
Salz, Pfeffer zum Abschmecken

Einfach alles pürieren, schon fertig! Wir essen die Soße nicht nur gerne zu Nudeln, sie passt auch zu Reis und anderem Getreide oder als Soße für Gemüsepfannen.
Ich habe noch etwas Leinöl dazugeben, das besonders viel Omega 3-Fettsäuren enthält. Das Leinöl von Bio Planete kann ich übrigens auch für Kinder nur empfehlen, es ist das erste das ich kenne, das nicht bitter schmeckt.

Noch mehr Mac 'n' Cheese Rezepte:
- One Green Planet: 5 Killer Vegan Mac and Cheese Recipes
- Jamie Oliver: Vegan Mac 'n' Cheese
- Post Punk Kitchen: Roasted Red Pepper Mac & Cheese

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Grünkohl-Chips

Mittlerweile gibt es Kale Chips ja sogar im Supermarkt und in der Drogerie zu kaufen, selbst gemacht schmecken sie aber immer noch am besten.

Man braucht zwar etwas Zeit, doch es lohnt sich – probiert es aus und überzeugt euch selbst.

Zutaten
frischer Grünkohl


Zum Einlegen
Pflanzenöl, hitzebeständig
Salz

je nach Geschmack
Agavendicksaft
Tahin

Hefeflocken

Chiliflocken

Erdnussbutter

Grünkohl von den Stängeln befreien, in kleine Stücke reißen und waschen. Für eine große Portion habe ich ungefähr 5-6 Blätter verwendet.  Sehr gut trocknen, am besten mit der Salatschleuder.

 

Öl mit den anderen Zutaten vermischen; wie viel Salz, Agavendicksaft, Tahin  und Co. verwendet wird, ist Geschmackssache. Wir würzen gerne ordentlich.

Den Grünkohl mit der Marinade vermengen, so dass alle Blätter gut bedeckt sind. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und darauf achten, dass die Blätter nicht übereinander liegen. So passen natürlich nicht alle Grünkohlstückchen drauf, ich habe einfach mehrere Fuhren hintereinander gebacken.

Bei Bevegt wird empfohlen die Grünkohl-Chips bei 180°C min. 10 Minuten zu backen, bei mir waren sie nach zehn Minuten aber schon zu verbrannt. Zweiter Versuch dann bei 140°C (Ober- und Unterhitze) für ca. 7 Minuten – schon besser.

Also einfach euren Ofen gut beobachten – denn der Grünkohl verbrennt sehr schnell und wird er zu dunkel schmeckt er bitter. Perfekt ist er wenn die Blätter getrocknet, hauchzart und richtig schön kross sind.

Zum Aufbewahren habe ich die Kale Chips in eine große Schüssel mit Deckel gegeben. Damit sie knusprig bleiben, liegt ein Stoffsäckchen mit ungekochtem Reiskörnern bei ihnen.

 

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Rote-Bete-Quiche mit Quinoa

Diese Quiche aus roter Bete und Quinoa macht optisch einiges her und überzeugt auch durch die gesunden Zutaten. Sie schmeckt kalt ebenso gut wie warm. Da ich mich immer sehr schwer bei der Mengenangabe tue, gebe ich sie hier nicht überall genau an. Einfach abschätzen, die Füllung sollte den Boden mindestens sehr gut bedecken.

Gefunden habe ich das Rezpt vor langer Zeit bei Tofufamily. Übrigens kann man auch statt einer Quiche kleine Blätterteigtaschen backen, ideal als Fingerfood für Buffets.

 

Zutaten
1 Päckchen Blätterteig
1/2 Block Räuchertofu
ca. 3 mittelgroße Rote Bete
ca. 3/4 Tasse Quinoa
Salz, Pfeffer
Olivenöl
etwas Wasser

Rote Bete weich kochen und erst danach schälen, da sie sonst ausbluten. Wer nicht tagelang rote Finger haben möchte, zieht Plastikhandschuhe an.

 

Quinoa ebenfalls weich kochen und währenddessen eine Tarteform einfetten und mit Blätterteig auslegen.

 

Rote Bete und Räuchertofu würfeln und zu einer glatten Masse pürieren. Damit das gelingt, Wasser und Olivenöl dazugeben, so viel wie nötig. Quinoa unterheben und mit Salz und Pfeffer würzen. Auf den Blätterteig geben und wer möchte, verteilt noch veganen Streukäse oder Hefeschmelz darüber.

 

Im Ofen bei ca. 180 Grad so lange backen, bis der Blätterteig knusprig und schön gebräunt ist.

 

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Emma im Familienbett. #werbung #sponsored

 

Viele Eltern schlafen zu wenig. Das ist leider einfach so. Die Zeit, die wir im Bett verbringen, sollten wir dann aber so gut wie möglich nutzen und möglichst gut schlafen – auf der passenden Matratze.

 

Zur Transparenz für euch: Ich habe in dem Kontext des Blogbeitrags die Matratze kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen, aber ihr könnt euch sicher sein, dass ihr hier trotzdem meine unabhängige, persönliche Meinung findet.


Fast drei Jahre lang habe ich das Gemüsekind gestillt, am Ende nur noch nachts. Und habe dadurch auch fast drei Jahre lang nicht mehr als drei bis vier Stunden am Stück geschlafen. Hätte mir das vorher jemand gesagt, hätte ich ihn für verrückt erklärt! Umso wichtiger finde ich es aber, die verbleibende Schlafzeit möglichst gut zu nutzen und sich im Schlafzimmer wohlzufühlen. Die Schlafumgebung trägt viel dazu bei, wie gut wir schlafen können, deshalb achte ich darauf, dass der Raum immer möglichst aufgeräumt und gemütlich ist. Ein weiter wichtiger Aspekt ist die Matratze – schließlich verbringen wir Nacht für Nacht viele Stunden auf ihr.

Nachdem wir schnell festgestellt haben, dass unser 1,40 m breites Bett für uns als Familie zu dritt einfach viel zu schmal ist, haben wir es auf 1,80 m erweitert, mehr lässt unser Schlafzimmer leider nicht zu. Neue Matratzen mussten her, die wir aber nicht besonders sorgfältig ausgewählt haben – ein Fehler, wie ich jetzt sagen muss, denn nach gerade mal zwei Jahren sind sie total durchgelegen. Wir wachen wirklich jeden Morgen mit Rückenschmerzen auf und zwischen den beiden Matratzen hat sich eine so große Kuhle gebildet, das ich wahrscheinlich bald ganz hineinfallen werde. Deshalb kam das Angebot, die Matratze „emma“ zu testen, gerade zur richtigen Zeit.

emma wird in Deutschland entwickelt und hergestellt und zu einem fairen Preis verkauft, da auf Zwischenhändler, Verkaufsprovisionen und Co. verzichtet wird. Sie soll sich jedem Körpertyp anpassen und für Seiten- und Rückenschläfer ebenso geeignet sein wie für Bauchschläfer. Da wurde ich gleich skeptisch, ich liebe nämlich harte Matratzen und habe immer Sorge zu weich zu liegen. Und tatsächlich, wenn man sich auf die Matratze setzt, erscheint sie zunächst recht weich, man muss sich wirklich hinlegen und dann – liegt man gut. Das weiche Liegegefühl ist verschwunden, sie passt sich dem Körper an, ohne dass man einsinkt.

emma besteht aus drei Lagen: aus progressivem Latex, Viscose-Memory-Schaum und stützendem Kaltschaum. Darüber kommt ein waschbarer Bezug. Dieser Bezug sorgt auch dafür, dass man den Spalt zwischen den Matratzen (wenn man wie bei uns zwei Stück fürs große Bett braucht) nicht spürt. Wir haben sie noch mit einem Bettlaken bezogen, mit einem Kleinkind im Bett ist das sicherer. Insgesamt ist die Matratze höher als unsere alte, aber das mag ich sehr – es erinnert mich an die Schwangerschaft, als wir noch ein richtig hohes Bett hatten, aus dem ich mich buchstäblich heraus rollen konnte :)

 

(Nachtrag: seit meinem Bogpost hat sich der Aufbau von Emma etwas verändert – anstelle der Latexschicht wird nun ein Kaltschaum namens Hypersoft verwendet. Außerdem gibt es Emma jetzt auch in den großen Maßen als durchgängige Matratze)

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