Buchtipps Vegan & Schwanger

 

Gleich zwei neue Bücher zum Thema vegan-vegetarische Schwangerschaft durfte ich lesen und beide möchte ich euch heute auf dem Blog vorstellen: „Vegan schwanger“ von Kriss Micus und „Veggie for Moms“ von Sarah Schocke.

 

(Beide Bücher habe ich zugeschickt bekommen; Geld, um darüber zu schreiben, bekomme ich aber nicht. Und schwanger bin ich übrigens auch nicht 😉)

 

 

„Vegan schwanger“ von Kriss Micus / mvg verlag

 

Kriss lebte schon vor der Schwangerschaft vegan und blieb es auch währenddessen. Über ihre Erlebnisse hat sie ein Buch geschrieben – mit vielen Anekdoten und persönlichen Erlebnissen. Deshalb ist „Vegan schwanger“ für mich auch kein klassischer Ratgeber, sondern mehr eine Art Tagebuch und Erlebnisbericht, gespickt mit Tipps, wie man selbst und das ungeborene Kind mit allen Nährstoffen versorgt wird. Dazu gibt es noch Tipps und Tricks für typische Schwangerschaftsprobleme wie Übelkeit, Müdigkeit und Co.

 

 

„Vegan schwanger“ ist sehr kurzweilig und die einzelnen Kapitel haben mich an Blogposts erinnert. Bestimmt auch, da Kriss fast jedes Kapitel mit einem Gespräch einleitet, das sich um das jeweilige Thema dreht; zwischen ihr und ihrem Mann oder mit Freundinnen oder der Frauenärztin. Das war mir manchmal etwas viel, ein paar Anekdoten weniger hätten mir persönlich auch gereicht. Vielleicht ist es aber auch genau das, was andere an dem Buch schätzen.

 

Für vegane Mamas (oder solche die es werden wollen) ist das Buch vor allem beim ersten Kind bestimmt hilfreich. Wer unsicher ist, ob das mit der pflanzlichen Ernährung auch in der Schwangerschaft klappt, liest ja gerne Erfahrungsberichte, die Mut machen und einen in der Entscheidung stärken. Oder? (Meinen Erfahrungsbericht findet ihr übrigens hier 😉 )

 

Für mich persönlich sind in dem Buch jetzt keine neuen Informationen dabei, aber wer wissen möchte, welche Lebensmittel während der Schwangerschaft verstärkt auf den Tisch kommen sollten, kann sich hier informieren – auch wenn die Ernährung nicht unbedingt im Vordergrund steht: In einem Kapitel widmet sich Kriss Vitaminen, Mineralien und Co., ansonsten geht es aber auch sehr viel um ihre Erfahrungen, um typische Symptome der drei Trimester und um die Geburt an sich inklusive Themen wie Kliniktasche packen und Kriss' Geburtsbericht.

 

Am Ende des Buches finden sich noch ein paar kleine Rezepte, von süß bis herzhaft. Darauf folgt eine  Quellenangabe – wobei ich Zentrum der Gesundheit nicht als Quelle nutzen würde, da gibt es meiner Meinung nach bessere und unabhängigere Möglichkeiten.

 

Interessant fand ich übrigens auch zu lesen, dass Kriss' Mann omnivor lebt – darüber würde ich gerne mehr erfahren, im Buch wird das nicht weiter thematisiert. Vielleicht erzählt die Autorin davon auf ihrem YouTube Channel?

 

 

„Veggie for Moms“ von Sarah Schocke / ZS Verlag

 

Das Buch hat mir vom Design her schon auf den ersten Blick richtig gut gefallen und auch die quadratische Form passt dazu. Die Ernährungswissenschaftlerin und zweifache Mutter Sarah ist Vegetarierin und in ihrem Buch „Veggie for Moms“ wechseln sich Rezepte mit eigenen Erfahrungen und Tipps zu Schwangerschaftsbeschwerden sowie mit Ideen gegen zb Heißhunger und Stress ab. Dazu gibt es auch noch ein Kapitel zur Stillzeit und zu den ersten Veggie-Breimahlzeiten des Kindes. Die leckeren Rezepte stehen klar im Vordergrund, ihre eigenen Erfahrungen lockern das Buch auf und machen es persönlicher.

 

 

Für Veganerinnen gibt es in dem Buch jetzt keine speziellen Tipps à la Vitamin B12 Tropfen nehmen o.ä., die Rezepte sind aber von den Nährstoffen her sehr ausgewogen und auch für vegane Mamas ideal. Viele Rezepte sind sowieso schon vegan, bei anderen verwenden Veganerinnen eben Pflanzenmilch oder lassen den Käse einfach weg.

 

Für mich ist „Veggie for Moms“ ein Buch, in dem man immer mal wieder blättern kann (nicht nur in der Schwangerschaft) – zum Beispiel wenn man ein paar Tipps gegen Morgenübelkeit sucht, eine Portion Glück gegen Babyblues braucht oder sich für unkomplizierte, aber trotzdem nährstoffreiche Rezepte inspirieren lassen möchte. Bei uns wird es auf jeden Fall bald das Nussbrot mit Quinoa geben – aber auch die anderen Rezepte machen dank der schönen Fotos Appetit :)