Veganes Basenfasten

 

Im letzten Monat war ich viel unterwegs und habe mich deshalb nicht immer so gesund ernährt, wie ich es gerne hätte. Und jetzt, mit der kommenden Weihnachtszeit und all den Lebkuchen und Keksen, wird das auch nicht gerade leichter ;) Deshalb überlege ich, ob ich nicht mal wieder ein, zwei Wochen veganes Basenfaste einlege – denn ich merke jedes Mal, wie gut das meinem Körper tut. Das Ernährungskonzept ist sowieso keine große Umstellung für mich, sondern mehr eine Rückkehr zum gesunden, veganen essen.

 

Auf dem alten Blog hatte ich schon mal das Buch „Vegan Fasten" von Elisabeth Fischer vorgestellt und ich möchte heute noch mal meine Erfahrungen mit euch teilen. Wovon ich übrigens jedes Mal überrascht bin: Durch die Umstellung auf basenreicheres Essen bleibt die Lust auf Zucker einfach aus, ich habe gar kein Verlangen mehr nach Süßigkeiten.

 

Beim veganen Basenfasten wird eine ganz bewusste Auswahl der pflanzlichen Lebensmittel getroffen. Auf säurebildende Lebensmittel wird weitestgehend verzichtet, dafür werden viele basenreiche gegessen. Dazu gehören Gemüse, Kräuter, Früchte, Beeren, Kartoffeln und Trockenfrüchte. Schwach basenbildend sind (unverarbeitete) Sojaprodukte und Nüsse. Täglich gibt es drei Mahlzeiten und insgesamt nimmt man um die 900 kcal zu sich.

Durch diese Ernährung soll der Säuren-Basen-Haushalt wieder ins Gleichgewicht kommen, welcher wichtig fürs reibungslose funktionieren der Stoffwechselvorgänge ist. Ich habe mich in letzter Zeit oft körperlich unwohl gefühlt: müde, antriebslos, aufgebläht und hatte häufig Kopfschmerzen. Ich hatte das Gefühl, nicht mehr im Gleichgewicht zu sein und wollte etwas ändern. Das Basenfasten ist ein guter Beginn dafür, denn gerade wenn ich müde bin (was ich dank meinem Frühaufsteher-Kind und abendlichen Arbeiten am Laptop oft bin), neige ich dazu, zu viel zu essen, gerne süßes, quasi als Ausgleich. Hilft vielleicht kurz, bringt aber auf Dauer nichts – außer unnötige Kilos ;)

Die basenbildenen Lebensmitteln haben wenige Kalorien und hungern muss  niemand beim veganen Basenfasten. Ich habe aber festgestellt, dass ich mich erst daran gewöhnen muss, drei feste Mahlzeiten zu essen, ich lasse mich gerne beim Snacken vom immer-hungrigen Gemüsekind mitziehen.

In einer Woche soll man übrigens zwei bis vier Kilo abnehmen, aber das ist nicht mein Hauptziel. Mein Ziel ist es, mich wieder wohler zu fühlen und noch gesünder zu ernähren. Dass Zucker und Mehlprodukte vom Speiseplan gestrichen sind, damit habe ich schon etwas kämpfen, es geht doch nichts über selbst gebackenes Brot. Das werde ich mir auch nach dem veganen Basenfasten sicher nicht für immer verkneifen, aber die Basenrezepte in dem Buch sind wirklich so toll, dass ich sie auch weiterhin in unseren Speiseplan einbauen werde.

 

Beim ersten Basenfasten hatte ich in den ersten zwei Tagen mit Kopfschmerzen zu kämpfen, beim nächsten Mal hatte ich gar keine Probleme.

So sieht ein veganer Fastentag aus:
- Frühstück: Vollkorngetreide mit Früchten oder ein Smoothie
- Mittagessen: Gemüsegericht, 200 g Kartoffeln, Salat mit fettarmen Dressing oder eine große Portion Salat und Kartoffeln
- Abendessen: Suppe mit frischen Kräutern, am besten nicht später als 18:00


Mittag- und Abendessen können auch getauscht werden, das kann flexibel gestaltet werden, nur die Tageskalorienzufuhr sollte gleich bleiben. Gesüßt wird mit (Trocken-)Früchten, es kommen reichlich frische Kräuter statt Salz zum Einsatz, auf Kaffee und schwarzen Tee wird verzichtet (und natürlich auch auf Alkohol und Zigaretten).

Mindestens 2-3 Liter sollten am Tag getrunken werden, Wasser, Kräutertee und Zitronenwasser. So sollte auch kein Heißhunger aufkommen. Überraschenderweise hatte ich den ersten zwei Tagen tatsächlich keinen Heißhunger, aber ein leichtes Magenknurren begleitet mich schon.

Wer das vegane Bastenfasten ausprobieren möchte, schaut sich am besten bei Einfach Stephanie um und es gibt auch eine Facebook-Gruppe.

Und das kam bei mir beim Basenfasten zum Beispiel auf den Tisch: